Nach dem Welttreffen folgt der nächste Schritt: In Haltern am See entstehen neue Ideen für globale Hilfe. Welche Projekte profitieren?
Wenn Engagement Grenzen überwindet, entsteht echte Solidarität: Im Könzgenhaus trafen sich am Wochenende Vertreter von 13 Emaús-Gruppen mit der Halterner Brasilien-Cooperative. Kurz zuvor waren alle beim weltweiten Emaús-Treffen in Someren (Niederlande) – nun wurde in Haltern weitergedacht, vernetzt und geplant.
Emaús ist in mehr als 40 Ländern aktiv. Die Gruppen arbeiten eigenständig, eint sie aber ein Ziel: Menschen am Rand der Gesellschaft unterstützen – Obdachlose, Suchtkranke oder Familien in Armut. Finanziert wird die Hilfe durch Recycling und Second-Hand-Verkäufe. Ein Modell, das weltweit funktioniert.
Die Halterner Cooperative spielt dabei eine wichtige Rolle. Besonders zwei Projekte in Brasilien zeigen den Erfolg: In Fortaleza hat sich Emaús zu einer stabilen Gemeinschaft entwickelt. 55 Menschen verdienen dort ihren Lebensunterhalt. In Salvador unterstützt Haltern weiterhin die Projekte von Emaús Novos Alagados.
Beim Treffen stellten die Gruppen ihre Arbeit vor – kompakt, aber eindrucksvoll. Schnell wurde klar, wie lebendig das Netzwerk ist. Neben den Vorträgen blieb Zeit für Gespräche, einen Spaziergang am See und einen entspannten Abend mit Musik, Spielen und Grillen. Ein Treffen, das nicht nur Ideen, sondern auch Menschen verbindet.
Dieser Artikel erschien zuerst am 23. April in der Halterner Zeitung (Link).


